Erich Altenburger: Teamarzt der Ski-Stars
ORF Interview (Burgenland heute am 12.2.2015)

Die alpine Ski-Weltmeisterschaft in Vail/Beaver Creek läuft für Österreich gut. Auch ein Burgenländer hat Anteil am Erfolg – Erich Altenburger, 54-jähriger Unfallchirurg und Sportmediziner aus Eisenstadt. Er ist Teamarzt des Österreichischen Skiverbandes.
Erich Altenburger hat seine Ordination geschlossen. Sein Arbeitsplatz ist jetzt der Startbereich bei den WM-Rennen. Der Eisenstädter gehört einem Pool von Ärzten an. Rund 40 Ärzte sind in dem Pool. Einmal im Jahr findet ein Treffen statt – meistens in Salzburg – wo so etwas wie ein Dienstplan für das ganze Jahr gemacht wird. Alle Trainings und Rennen werden dort besprochen.
Wenn man frisch einsteigt, dann müsse man sich nach oben dienen – man beginnt bei Europacup oder dem Nachwuchs und kommt dann zu den Weltcuprennen – wenn man lange genug dabei ist, so wie er seit 15 Jahren, dann kommt man auch zur WM, so Altenburger.

Finanzierte Studium als Skilehrer

Für Altenburger, der sich einst das Studium als Skilehrer finanziert und selbst Rennen bestritten hat, ist es die erste WM. Er hat bereits im Vorfeld dieser Titelkämpfe dafür gesorgt, dass die Skistars mit der dünnen Höhenluft in den Rocky Mountains zurechtkommen. „Wir sind schon vorher gekommen und haben uns akklimatisiert. Es gibt auch spezielle Fragebögen, die die Läufer ausfüllen, wo darauf geachtet wird, ob zum Beispiel Kopfschmerzen vorliegen. Das hat gut funktioniert“, meinte Altenburger.

Schönstes Erlebnis war Fenningers Gold

Sein schönstes Erlebnis bei dieser WM ist die Goldmedaille von Anna Fenninger im Super-G gewesen. Er würde die WM sehr genießen und vor allem, wenn es so gut läuft ist es etwas Besonderes, meinte Altenburger.